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Neues aus der Erdumlaufbahn
Der staunende Blick vor die Haustür ...
Der Griff des Menschen nach den Sternen hat sich im vergangenen Jahrzehnt vor allem im Orbit um seine Heimatscholle abgespielt. Dort konnte man ihn sich tummeln sehen und von dort haben uns freundliche Astronauten erstaunliche Blicke auf uns selbst beschert. Die Fülle an Bild­ein­drücken war nicht nur neu, sondern in diesem Umfang auch historisch und wird sicherlich das allgemeine Bewusstsein für unseren Platz im Kosmos schärfen.
In diesem Thread wollen wir ein paar dieser Eindrücke und Momente einfangen, die sich direkt vor unserer Haustür abspielen und oft sogar mit bloßem Auge am Nachhimmel nachvollziehen lassen ...
[d.Mondred.]

"Sieh doch die Sterne ... Wie nah sie sind ..."
EUROPA  1) Das Tor zu einer anderen Welt(Auch Cmd.Perkins versinkt bei ihrem Anblick in Ehrfurcht)

1) Barking at the Moon ...
Liebe Freundinnen und Freunde,
als alter Astro- und SF-Fan möchte ich Euren Blick von der surrealen Tagespolitik auf die reale Vollmondnacht des 14.11.2016 richten.
Hier schreibt T-Online am 05.11.2016:
"Am 14. November erwartet uns ein Naturschauspiel, das viele in ihrem Leben nur dieses eine Mal sehen werden: Der Mond ist so nahe an der Erde, dass ein "Super-Supermond" zu sehen sein wird - so groß und hell wie zuletzt vor knapp 70 Jahren und das nächste Mal erst im Jahr 2034 wieder. [...] Der 14. November ist deshalb besonders, weil an diesem Abend Mond, Erde und Sonne in einer Linie hintereinander stehen werden - der so genannten Syzygie. Das lässt den Mond in dieser Nacht um 30 Prozent heller erscheinen. Der Mond wird dann genau 356.523 Kilometer von der Erde entfernt sein."
Also: Am Montag Ferngläser zücken, alte Fernrohre reinigen oder gleich in die Sternwarten gehen. Hier sind die Wilhelm-Forster-Sternwarte am Insulaner, die Archenhold-Sternenwarte in Alt-Treptow und das Leipnitz-Institut in Babelsberg erwähnt.
Ein Besuch lohnt sich immer.
Am Himmel gibt es manchmal Interessanteres, als auf unserer komischen blauen Kugel.
Vielleicht sogar viel mehr...
Ad Astra!
Liebe Grüße Achim
2) Blutige Sensationen am deutschen Nachthimmel ...
Schema der aktuellen MondfinsternisMoin, moin,
vielleicht hat der eine oder andere vor zwei Tagen ja auch auf Terasse oder Balkon ausgeharrt und nach dem sich verfinsternden Mond gespäht. Bei den vollmundigen Ankündigungen aus den Medien habe ich allerdings manchmal Sorge, dass viele Menschen vom Event dann eher enttäuscht sein könnten. Mystische Schlagworte wie "Super-Dupermond" und "Blutmond" verleiten ja schon zu der Erwartung einer spektakulären Multi-Effektshow. Dabei besteht das Besondere am Supermond oder Blutmond ja eher in feinen Größen-, Helligkeits- oder Farbnuancen, die mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar sind. Wer dazu per Internet noch die atemberaubenden Teleskop-Fotos aus aller Welt serviert bekommt, ist von den eigenen Beobachtungen dann hoffentlich nicht zu sehr ernüchtert. Aber so langsam können wohl sogar Nicht-Astronomie-Fans solche Naturereignisse richtig einordnen und dass man seinen Handyfotos niemanden vom Hocker haut.
Schnappschüsse zur Mondfinsternis
Dabei war diese Sommernacht ja tatsächlich sensationell. Neben der Mondfinsternis konnte man auch den Mars ausmachen und oben drauf noch die ISS vorbeiziehen sehen. Aber nicht genug: gleichzeitig haben wir ihren Flug noch per App auf dem Tablet verfolgt. Da spürt man dann doch, wie sehr sich die Zeiten verändert haben.
Multimedia im Orbit
Wenige Stunden später hat Alexander Gerst noch seine eigenen Fotos aus Perspektive der ISS gepostet. Wie irrwitzig sich dieser Moment der globalen Verbundenheit angefühlt hat! In dieser Hinsicht macht zumindest dieser letzte seiner Schnappschüsse wirklich was her oder?

Blick aus der ISS
»Habe den Mond noch beim Verlassen des Kernschattens erwischt, kurz bevor über dem Süd­atlantik unterging. Letztes Foto der Mondfinsternis von der Iss aus ...«
[Alexander Gerst]
3) Restart für amerikanische Astronauten – Wart Ihr dabei? ...
Ausgerechnet unsere liebe Mutter musste die Familie am Pfingstwochenende auf die Live-Über­tra­gung des Raumfahrt-Events aufmerksam machen. Konnte das hier noch jemand mitverfolgen?
Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass der Start am Cape Canaveral verschoben werden musste. Unerwaret hingen wir also Samstagabend und den halben Sonntag fiebernd vor unseren Tablets oder mit Kuchen und Eis vor Mutters Fernseher. Durch Amerikas 9-jährige Abstinenz von eigenen bemannten Raketenstarts, das originelle Konzept der Falcon 9 und die werbewirksame Präsentation der SpaceX-Ambitionen hatte man ja wirklich das Gefühl, dass nun etwas ganz Neues beginnt. Vielleicht so ein bisschen wie seinerzeit bei der ersten Mondlandung.
Schnappschüsse vom StartAbtrennung der ersten Stufe
Das erste, was mich beeindruckt hat, war das seltsam sorglose Design der Raumanzüge und der Instrumente in der Dragon-2-Kapsel. Die Jungs stapften da wie Motoradfahrer in Gummistiefeln zu ihrer Startrampe, als hätten sie noch den Picknickkorb für ihren Sonntags­ausflug vergessen. Der Start bis zur Abtrennung der beiden Raketenstufentufen war dann natürlich hochspannend.
Rücksturz der Falcon 9Schnappschuss ins Cockpit
Am neugierigsten war ich darauf, ob die Rückführung der Falcon 9 gelingen würde. Allein die Idee, die erste Raketenstufe wieder und wieder verwenden zu wollen, fand ich schon so abenteuerlich und cool. Dass man ihren eigenständigen Rückflug und die erfolgreiche Landung dann noch so direkt mitverfolgen konnte, war einfach nur faszinierend.
Man muss schon sagen: revolutionär!
Andockmanöver der DragonSchnappschüsse der Ankunft
Etwa zeitgleich mit der Landung der ersten Stufe auf der Erde war auch die zweite Stufe ausgebrannt und wurde abgestoßen. Die Dragon hatte nun den Orbit erreicht und reiste aus eigener Kraft weiter. Das Andockmanöver an die ISS fand ganze 19 Stunden später statt, hier im Zeitraffer dargestellt, denn die Annäherung erfolgte höchst behutsam.
Die beiden Astronauten wurden herzlich von der ISS-Besatzung begrüßt, wobei sich Douglas Hurley in der ungewohnten Schwerelosigkeit noch den Kopf anstieß. Zum Glück wohl nur eine kleine Beule, aber ein schwellender Eindruck für die Menschheit.
Ich sage: Bravo zur gelungenen Mission!
4) Sternenguckerin ...
Süß, wie ihr das hier dokumentiert. Immer eine Freude, begeisterten Mitguckern zu begegnen!

Randy schrieb: »Bei den vollmundigen Ankündigungen aus den Medien habe ich allerdings manchmal Sorge, dass viele Menschen vom Event dann eher enttäuscht sein könnten. Mystische Schlagworte wie "Super-Dupermond" und "Blutmond" verleiten ja schon ...«


Stimmt, Astro-Meldungen werden oft schön aufgebauscht, besondern in den sogeschimpften sozialen Medien. Aber enttäuscht wurde ich bislang nicht. Höchstens, als das Wetter letztens nicht mitgespielt hat, um den Kometen 'Neowise' am Himmel zu sehen. Ich hatte mir im Juli drei Mal die Nacht um die Ohren geschlagen, aber der Pursche hielt sich immer versteckt. In diesem Fall rächt sich unser kleiner Wald, der den Horizont bedeckt.
5) Verpasste Gelegenheiten ...
Komet Neowise, eingefangen von Andreas VogelJa, 'Neowise' ist uns leider auch entgangen, den kann man dann wohl nur auf Fotos von größeren Glückpilzen bewundern.
Wahrscheinlich hat der Komet hier nur kurz jemanden abgeholt.
Sein Name stammt übrigens von der Raumsonde, die ihn entdeckt hat. 'WISE' steht für 'Wide-Field Infrared Survey Explorer' und man hatte ihn reaktiviert, daher 'NEO' (grad gelesen).
Die Crew der > Dragon 2 < ist ja inzwischen zur Erde zu­rück­ge­kehrt und wohl­behalten im Golf von Mexiko gewassert, wie Ihr bestimmt mit­bekommen habt. Ihre Kapsel haben die Astronauten nach der erfolgreichen Mission auf den Namen 'Endeavour' ('Bestrebung') umgetauft.
6) Der Drache fliegt wieder ...
Heute nacht sind wieder vier Astronauten zur ISS aufgebrochen. Diesmal allerdings komplett im Dunkeln, daher war auf den Außenkameras deutlich weniger zu sehen, als bei der oben bereits dokumentierten > Pfingstmission <. Von Rückflug & Landung der Falcon war zum Beispiel kaum etwas zu erkennen; ich dachte zuerst, sie wäre explodiert. Aber das waren nur Licht­er­schei­nungen der Landetriebwerke. Es ging wieder alles glatt.
Und die ISS-Besatzung freut sich nun auf den nahenden Großbesuch: sobald er eintrifft steht frischer Salat auf der Speisekarte.
Launch
Launch (Morgen folgen weitere frische Bildchen)
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