INTERCOM • Bordons Plan • Diskussion+Spekulation
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!!! Im Perkins-Universum !!! Hintergründe zur Produktion !!! Plausch in der Kantine !!!
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DER WEGA-6-TEILER
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Ortungsleitzentrale öffnen Bordon und sein Plan
Was sind die Motive der Telepathischen Stimme?

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1) Fragen ...


RALPH:
PERKINS:

BORDON:

PERKINS:
Commander, DAS ist die telepathische Stimme! ...
Bordon also! Warum haben Sie das vor Ralph verborgen, als wir Ihnen
in Ihrer Heimat begegneten?
Ich wollte nicht, dass er es erfährt. Es hätte meine Pläne durchkreuzt.
Jetzt spielt es keine Rolle mehr.
Na, schön. Ich denke, mir ist jetzt einiges klar ...
EUROPA  6) Expedtion in die Vergangenheit (Dialog aus "Expedition in die Vergangeheit")


Achja? Und damit ist dann schon alles gesagt? Ich für meinen Teil tappe über Bordons Motive nun erst recht in Dunkeln. Von daher erscheint Randys letzte Bemerkung geradezu skuril! Ein echter Brüller, sozusagen!

Na gut, es war uns ja klar, dass nicht jedes Detail in dem Wega-Sechsteiler von Autor H.G. Francis zu Ende gedacht worden ist. Von Staffel zu Staffel scheinen sich die Absichten der Gegenspieler zu verändern und man gewinnt den Eindruck, dass der Autor sich erst sehr spät entschieden hat, was es denn überhaupt für eine Geschichte werden soll.
Nichtsdestotrotz (und vielleicht auch gerade deshalb) bleibt die Geschichte spannend bis zum Schluss und da das Ende so wunderschön erzählt ist, will man auch gar nicht mehr bei den unklaren Details der vorangegangenen Folgen nachbohren.

Aber nun möchte ich es doch einmal zur Diskussion stellen:
Gibt es (ob nun beabsichtigt oder zufällig) ein Konzept hinter Bordons Aktivitäten? Existieren diese ominösen "Pläne" des Unsterblichen wirklich und kann man sie aus der Handlung, die uns in den sechs EUROPA-Folgen präsentiert wurden nachvollziehen?


"Was wollen Sie wirklich, Bordon?"
EUROPA  6) Expedition in die Vergangenheit(Commander Perkins in "Expedition in die Vergangeheit)



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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
20-11-2003

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2) Was die Telepathische Stimme sagt...



1. Folge: A-Seite

(Bordon lockt Ralph zum Dimensionsbrecher)
"Warte nicht! Warte nicht! Du lebst - Warum machst Du den nächsten Schritt nicht? Warum kommst du nicht? Das Lebende findet den Weg zu den Sternen - Warte nicht! Wage es! Der Weg ist offen."

"Weit ist es durch die Dimensionen. Es führt hinaus bis in die Unendlichkeit. Worauf wartest Du? Warum kommst du nicht? Das Licht einer fremden Sonne erwartet dich."

"Dimensionen, Dimensionen brechen auf. Komm - so komm doch! Dimensionen verschmelzen zu einem Nichts. Nutze sie!"

"Wehre Dich nicht! ... Komm, wir warten!"


1. Folge: B-Seite

(Zu Ralph, als sein Fluchtversuch aus dem weganischen Gefängnis zu gelingen scheint)
"Fremde aus der Tiefe, die ihr aus dem Nichts gekommen seid, wir sind auf Euch vorbereitet.
"... die Ihr aus dem Nichts gekommen seid, wir sind auf Euch vorbeireitet. ... (?)"

"Es wird Euch nicht noch einmal gelingen, das Böse Wirklichkeit werden zu lassen."
"Dieses Mal werden wir Euch ins Nichts zurücksenden, - wird Euch die Strafe treffen, die aus der Vergangenheit bis weit in die Zukunft reicht."


2. Folge: A-Seite

(Zu Ralph, als Randy's Verhandlungen wegen des Toten scheitern)
"Ihr Narren, ich habe mich köstlich amüsiert. Ihr tragt das Böse auf diese Welt, Ihr seid der Kern des Bösen. Ihr lügt so wie es Eure Natur ist. Der Tote spricht eine deutliche Sprache." (!)

"Die Antwort ist klar. "Die Letzte Fahrt" endet mit dem Tod und der Lehre." (bzw. "der Leere")

"Man wird den Commander in den Torg legen. Im Fluss wird er dem Meer entgegen schwimmen und der Torg wird sich immer mehr voll Wasser saugen, bis er in die ewigen Tiefen gleitet."


2. Folge: B-Seite

(Durch Randy Perkins, nachdem er aus dem Torg befreit wurde)
"Das Böse ist unendlich, es ist unsterblich. Es überdauert die Zeit und überwindet die Dimensionen. Aber es wird ihm nicht gelingen, erneut fruchtbaren Boden zu finden. Ihr, ihr seid die Wurzel des Bösen!"
(Als Randy's Bewußtsein wieder die Oberhand gewinnt: "Peter, wer ist der andere in mir?")


3. Folge: A-Seite

(Durch Randy Perkins, bevor er aus dem 6-monatigen Koma erwacht)
"Tut Ihnen nichts! Haben sie nicht unter meinem Dach Schutz gesucht? Ich will Euch alles geben, was ich besitze."

"Willst Du die Macht? Du wirst sie nicht bekommen. Nicht, solange wir hier sind."
"Sie fordern seinen Tod. "Tötet ihn! Tötet ihn!"

"Seine Gäste kamen heraus und seine Feinde wurden blind."

(Dr. Best: "Haben sie ihn getötet?")
"Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht!"


3. Folge: B-Seite

(Durch Randy Perkins, nach dem das weganische Ufo abgeschossen wurde)
" 'Hast Du noch Freunde und Verwandte?' so fragte er 'So sage Ihnen, sie sollen sich aufmachen und die Stadt verlassen.' Er warnte sie, doch sie lachten ihn nur aus."

Das Böse ist unendlich, es ist unsterblich. Es überdauert die Zeit und überwindet die Dimensionen. Aber es wird ihm nicht gelingen, erneut fruchtbaren Boden zu finden.

(Als Randy: "Peter, wo bist Du, ich sehe das Böse. Ich gehe den Weg , den ich gehen muss. Zur Seite...")
"Und sie führten ihn hinaus aus der Stadt. Sie führten ihn vor die Stadt auf den Berg."

(Als Randy: "Mir wird nichts geschehen.")

(ANMERKUNG: Peter Hoffmann spricht später über diese Zitate, in denen Randy angeblich auch sagte, dass "irgend etwas zerstört werden sollte" , woraus dann auf Sodom und Gomorrah geschlossen wird. Dieses Zitat ist allerdings nirgends zu hören.)


4. Folge: A-Seite

(Durch Ralph Common im grünen Tempel:)
"Das Böse ist in sich geschlossen, wie die Unendlichkeit. Es ist unveränderlich und kehrt immer wieder."

(Perkins: "Ralph, Ralph, hörst Du mich?")
"Ich höre Sie. Sie kommen von der verlorenen Welt."

(Perkins: "Nein, Ralph, ich komme von der Erde!")
"Die Erde IST eine verlorene Welt! Sie ist es, seit Drapondur auf ihr verraten wurde."

(telepathische Stimme des Tempelhüters:)
"Es gibt nichts zu reden - es gibt nichts zu reden!"


Anmerkung: Schon bis hierhin wird einiges deutlich ...
1. Bordon gibt sich zwar in Folge 6 als telepathische Stimme zu erkennen, aber
er war keineswegs der einzige Weganer mit diesen Fähigkeiten, der sie auch einsetzte: Der "Hüter des Tempels" treibt in Folge 4 ein ähnliches Spiel mit Ralph.
2. Kurz darauf tritt Bordon erstmals als leibhaftige Person auf. Die weganische
Raumflotte scheint gegen seinen Willen gestartet zu sein. Hatte Bordon bisher mit dem weganischen Militär zusammengearbeitet, so will er nun offenbar einen anderen Weg beschreiten.
3. Der "Hüter des Tempels" spricht davon, dass er die Erdlinge in eine Falle gelockt
hat. - Wie war das eigentlich möglich? Hat man Professor Common oder Cindy auf telepathischem Wege bei der Auswahl des Einsatzortes beeinflußt? Wie sonst soll es möglich sein, dass unsere Freunde ausgerechnet hier auf Bordon treffen und dem "Hüter des Tempels" auf den Leim gehen?


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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
20-11-2003

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3) Was wir über die Aktivitäten der telepathischen Stimme wissen ...


Bordon lockt Ralph auf die Wega, (um ihn wiederum als Lockvogel zu benutzen?)

Bordon ist von der Schuld der Menschheit überzeugt. Er will sie bestrafen und ins Nichts zurücksenden.

Bordon beeinflusst Commander Perkins und läßt ihn Zitate um den Drapondurvorfall sprechen!
(Ralph Common in Folge 6: "Die telepathische Stimme, ... die ich gehört habe und die Sie beeinflusst hat!")

Bordon altert nicht, seit der "Begleiter des Göttlichen" durch seine Schuld starb.

Bordon hat heute eine ähnliche Position, wie vormals Drapondur. "Bordon der Göttliche".

Bordon gibt sich Ralph als telepathische Stimme nicht zu erkennen, weil dies seine Pläne durchkreuzt
hätte.

Bordon vermutet, dass die Menschen unschuldig sind: "Missverständnisse sind Schuld am Hass"
zwischen Wega und Erde

Bordon sagt, dass die telepathische Stimme mit den Informationen über den Dimensionsbrecher
beschäftigt sei, weil der "Hüter des Tempels" ihnen angeblich alles Wissen entrissen hat.
Der Hüter des Tempels hat sich zu Beginn jedoch auch telepathisch an Ralf gewandt, muss
ER dann nicht die telepathische Stimme sein?

Bordon gibt den Erdlingen das "Amulett Drapondurs", um eine Schlacht zu verhindern. Er tut dies
offensichtlich gegen den Willen des Weganischen Oberhauptes.

Bordon wird zur Flotte "gerufen" und versucht Professor Common in die Finger zu bekommen, um einen
bedrohlichen Einsatz des Dimensionsbrechers zu verhindern.

Die weganischen "Offiziere" glauben Bordon nicht, dass ER das "Amulett Drapondurs" an Perkins
gegeben hat.

Bordon wurde in letzter Sekunde (?!) klar, dass er die Existenz seines Volkes aufs Spiel gesetzt hat.

Bordon ist überzeugt, dass die Menschen Drapondur umgebracht haben. (?!)

Bordon sieht ein, dass die Weganer und vor allem Drapondur die wahre Schuld tragen.

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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
20-01-2004

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4) Annahme: Es gibt nur EINE Telepathische Stimme! ...


HOFFMANN:

RALPH:
BORDON:
Hörst Du etwas Ralph - ich meine, was ist mit der telepathischen Stimme?
Ich höre nichts!
Kommen Sie - schnell!
EUROPA  4) Bordon, der Unsterbliche (Aus Folge 4 - "Bordon, der Unsterbliche")


"Dramatic Irony" a la H.G. Francis! Wer ist die geheimnisvolle telepathische Stimme und was führt sie im Schilde? Ich habe deine Aufstellung mit großen Interesse gelesen, Bondurkan, glaube aber doch, dass es noch andere plausible Erklärungen für das Verhalten Bordons gibt. Insgesamt gesehen stellt sich seine Vorgehensweise nämlich gar nicht so unlogisch dar, wie man vorerst glauben mag! Was hältst Du also von folgender Variante?


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1) Bordon ist der e i n z i g e Weganer, der mit den Menschen regelmäßig auf telepathischem Wege kommuniziert. Sein Verhalten ist stark emotional. Der "Hüter des Tempels" ist möglicherweise seine rechte Hand, nimmt aber nur eine untergeordnete Rolle ein.
Es ist durchaus nicht klar, ob der "Hüter" mit Ralph in telepathischen Kontakt tritt. Ich glaube vielmehr, dass dies Bordon ist. Auch inhaltlich geht es um die alten "Geschichten" ("das Böse ist in sich geschlossen...). Immerhin: der Name "Drapondur" fällt zum ersten Mal!
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2) Nun tritt Bordon als leibhaftige Person und nicht - wie bisher - als unheilverkündende Stimme auf. Er stellt sich als "Verstoßenen" vor und will den Menschen - angeblich - helfen. Wie kommt es zu diesem Sinneswandel?
Ganz einfach! Als der "Hüter" das Verhör durchführt, ist Bordon mit von der Partie. Allerdings hat er nicht "gelauscht", sondern war "offiziell" anwesend. Wahrscheinlich hat er die ganze Aktion ausgeheckt, möglicherweise das Verhör auch selbst geführt. Doch nun erfährt er Dinge, die ihn schwer beunruhigen: bislang wussten die Weganer nur sehr wenig vom Dimensionsbrecher. Plötzlich wird klar, dass die Menschheit mit diesem Gerät jederzeit zum Gegenschlag ausholen kann. Anders als vor 4000 Jahren dürfte nun jede weganische Bombe mit einer irdischen beantwortet werden... Meines Erachtens knüpft Randy genau hieran an, als er Bordon vorwirft, er habe in letzter Sekunde erkannt, dass er (Bordon) die Existenz seines Volkes aufs Spiel gesetzt habe.
Möglicherweise erkennt Bordon im Laufe des Verhörs aber auch, dass berechtigte Zweifel an der Schuld der Menschheit bestehen. Die Absichten der drei Erdlinge sind zumindest auf Konfliktvermeidung gerichtet. Anders als Polcor ist er zwar ein religiös motivierter Ideologe, jedoch kein Verbrecher. Vieles in seinem Verhalten scheint mir von Angst diktiert zu sein. Fürchtet man auf der Wega - seit dem Erscheinen der ersten Menschen - die Rechnung für den vor 4000 Jahren begangenen Massenmord präsentiert zu kriegen...?
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3) Es muss also gehandelt werden! Problematischerweise ist die Kriegsflotte bereits gestartet (Vielleicht nachdem Bordon zum "Kreuzzug" aufgerufen hatte?).
Der Unsterbliche ist zwar ein mächtiger Mann, aber nicht so mächtig, dass er die Flotte zurückrufen könnte. Der spätere Verlauf zeigt nämlich, dass das weganische Militär durchaus autonom handelt - Fazit: Trotz des theokratischen Charakters der weganischen Gesellschaft, lassen sich die Offiziere nicht so einfach von den "Bischöfen" dreinreden! Natürlich hätte der Unsterbliche den Militärs selbst das Amulett unter die Nase halten können. Dann hätte er aber mit einem dauernden Gesichtsverlust rechnen müssen. Wahrscheinlich wäre dadurch die "Gottesherrschaft" auf der Wega empfindlich beschädigt worden. Also blieb nur diese letzte Möglichkeit: dem Commander und seinem Team das Friedenssymbol zu verschaffen. Zwar beging Bordon hiermit ein Sakrileg, aber wieder einmal konnte man die Folgen - unabhängig vom Gelingen oder Scheitern des Coups - auf die Menschen abschieben...
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Alles in allem existieren also Pläne Bordons! Sein Verhalten wird auch nur durch diese Pläne erklärbar. Der Unsterbliche ist jedoch kein pragmatischer Politiker. Vielmehr ist seine Sicht der Dinge religiös verbrämt (Welche wunderbaren, höchst irdischen Gegenwartsbezüge ergeben sich hier!). Immerhin ist Bordon imstande, seine eingefleischten Vorurteile zu überwinden. Auch wenn dies nicht ganz freiwillig geschieht, so scheint er zumindest - bei aller Dogmatik - seinen Sinn für die Realtität bewahrt zu haben.

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These von:
MIMIZON
. . . . . . . . . . .
01-02-2004

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5) Annahme: Bordons Pläne erfahren eine entscheidende Wendung! ...


Sehr gut! Das Verhör im grünen Felsentempel muss tatsächlich den Wendepunkt in Bordons Verhalten eingeleitet haben. Ich stimme Dir zu, Mimizon, dass die dort übermittelten Informationen über ...
a) die Möglichkeiten des Dimensionsbrechers und
b) das reine Gewissen unserer Erdlinge, ...
Bordon den Angstschweiß auf die Stirn getrieben haben müssen.

Allerdings scheint es mir, als wenn der Hüter des Tempels in die Hierarchie des Militärs einbezogen ist und Bordon eher heimlich seinen Entschluss fast, auf eigene Faust mit den Menschen zu verhandeln. Als Pendant zu Commander Perkins, könnte auch Bordon ein Einzelgänger sein, der sich im Sinne der Vernunft als Botschafter seines Volkes berufen fühlt.
Das wäre eine Francis-typische Auffassung von Heldentum, wie wir sie auch bei Perry Rhodan, einem weiteren Retter und Vormund der Menschheit vorfinden.


"Der Hüter des Tempels läßt das Amulett Drapondurs von einer Raubkatze bewachen"

EUROPA  4) Bordon der Unsterbliche (Bordon in EUROPA-Folge Nr. 4)

Bordon scheint nur ein seltener Gast im grünen Tempel zu sein, und sich nicht in dessen "inneren Bereich" auszukennen. Wenn Bordon nicht blufft, ist tatsächlich der Hüter des Tempels der dortige "Chef" (wie der Name ja auch sagt!). Bordon macht ihm und dem Militär jedoch einen Strich durch die Rechnung, um das gesamte Volk zu retten.

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These von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
09-02-2004

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6) Annahme: Bordon ist NICHT der einzige Telepath auf der Wega! ...


Sollte "der Unsterbliche" wirklich die einzige telepathische Stimme sein, so hätte Heikedine Körting hier einen Besetzungsfehler begangen. Ich gehe lieber davon aus, dass es einen Grund gibt, weshalb die Figur des Hüters und das nur von Ralph vernommene "Es gibt nichts zu reden" von ein und demselben Sprecher dargeboten wird.

Meine These: Bordon ist nicht der einzige, aber ein außergewöhnlich begabter Telepath. Über ihn hat die weganische Regierung telepathischen Kontakt zum Mondlabor bekommen und Ralph in Folge 1 auf die Wega locken können. Vielleicht wurden auch Cindy oder der Professor zeitweise beeinflusst, sonst wäre der Zufall, dass man die Tempelfalle auf dem gesamten Wegaplaneten so direkt zu finden vermag schon recht absurd.

Ging Bordon anfangs mit der Regierung (den Hütern?) konform, so erkennt er spätestens in Folge 4, dass sich ihr agressives Vorgehen als viel zu gefährlich erweisen könnte. Während die Weganer es zuvor gar nicht nötig hatten, ihr Urteil gegen die Menschen zu hinterfragen, geraten sie nun in eine Zwickmühle: Was, wenn die Weganer sich seit Jahrtausenden im Unrecht befänden?

Dass einerseits Drapondur in Folge 6 als "nicht göttlich" entlarvt wird UND die Erkenntnis , dass Weganer selbst das "Böse" verübt haben, das sie 4000 Jahre lang auf die Menschen abschoben, bringt die ganze weganische Zivilisation an den Rand einer völlig neuen Weltanschauung. Fragt sich, ob und wie Bordon die neue Wahrheit überhaupt unters Volk bringen kann.

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These von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
09-02-2004

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7) Ein Konzept? - Wunschdenken ...

Eure ganzen Theorien in Ehren, aber: Ich denke, was ganz zu Anfang auf dieser Seite angedeutet wurde, nämlich, dass H.G. Francis sich erst sehr spät entschieden hat, wie er die Serie zu Ende führt, trifft für mich den Kern der Sache.
Ich glaube, um es klar auszudrücken, Francis hatte in den ersten 4 Folgen noch kein Konzept für den Ausgang der Wega-Geschichte, sondern hat einfach drauflos geschrieben und jede Menge ungelöste Rätsel aufgehäuft, von denen er damals selbst nicht wusste, wie er sie auflösen wollte. Man darf auch nicht vergessen: Von 1976 bis 1978 sind pro Jahr nur 2 Folgen produziert worden. Ich gehe davon aus, dass Francis damals auch nur 2 Folgen pro Jahr geschrieben hat und dazwischen jede Menge anderes. Klar, dass er dadurch nicht mehr unbedingt den großen Überblick hatte, als er sich an die beiden letzten Folgen setzte.
Vielleicht hatte er ursprünglich auch damit gerechnet, dass die Wega-Story mehr als 6 Folgen haben würde, und Herr Beurmann und Frau Körting haben ihn dann aber 1978 gebeten, doch bitte nach 6 Folgen zum Schluss zu kommen? Mit der Figur des Bordon hat sich Francis, wie ich finde, selbst ein bisschen ins Knie geschossen. Er hatte ihn bestimmt ursprünglich in Folge 4 als absolut positive Figur aufgebaut - als den Weganer, der den Terranern bei der Lösung des Konflikts helfen würde. Und die ominöse telepathische Stimme hatte er vielleicht als das Gegenteil gedacht: Als bösen Weganer (mit welchem Namen auch immer), der den Konflikt auf die Spitze treiben will, damit die Erde zerstört wird.
Nach der Lösung, die Francis uns dann in Folge 6 auftischt, ist Bordons ständiger Wandel aber nicht mehr glaubwürdig. Erst lockt er z.B. Ralph in den Dimensionsbrecher, dann ist er in Folge 4 der Friedensapostel und in Folge 6 plötzlich Oberkommandierender der Wega-Flotte. Das haut alles nicht hin. Und die Annahme, Francis hätte das alles von Anfang an geplant und durchdacht, halte ich für Wunschdenken. Wahrscheinlich spekulierte er darauf, den kindlichen Hörern (die Serie war ja nicht zu vergessen für Kinder gedacht) würden all diese Ungereimtheiten nicht auffallen.

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Beitrag von:
MR. McCOY
. . . . . . . . . . .
09-09-2004

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8) Konzept fehlt? - Egal, basteln wir uns eins ...

Ich sehe das genauso, Mr. McCoy. Francis widerspricht sich im Aufbau der Handlung und Charaktere erheblich, so dass einem die Birne schwirrt, wenn man versucht, den Sinn darin zu aufzudecken. Und ich behaupte, dass den meisten von uns dies als Kind auch wirklich nicht aufgefallen ist.
Normalerweise schnallen Kinder instinktiv, wenn eine Geschichte nicht gut funktioniert. Zündet eine Dramaturgie nicht, dann schalten sie ab. Bei Commander Perkins war die Handlung jedoch irgendwie geheimnisvoll genug, dass es trotzdem immer spannend blieb. Vielleicht auch, weil man als Kind das Gefühl hatte, das CP eine "Erwachsenenhandlung" hatte, die man eh noch nicht bis ins Letzte verstehen konnte.
Im Prinzip geht es vielen hier gar nicht unbedingt darum, was der Autor wirklich gemusst, gekonnt oder beabsichtigt hatte. Am meisten konzentrieren wir uns inzwischen darauf, was in unseren Köpfen für tolle Geschichten zu den ganzen losen Enden der Perkins-Plots entstanden sind. Wir können die offenen Fragen eigentlich nur klären, indem wir selbst Geschichten erfinden, die die Löcher in origineller Weise stopfen und dabei möglichst alle Anhaltspunkte berücksichtigen, die uns Francis vorgegeben hat.
Das sind natürlich kleine Wunschziele, die sich nicht von heut auf morgen verwirklichen lassen. Aber mal sehen, wie sich die Sache entwickelt und ob der Spass sich auch über eine längere Zeitspanne erhält.
Zufällig stößt Du gerade zu uns, wo wir im Begriff sind eine Art Regelwerk für das Perkins-Universum zu stricken. Die Basis für spontane Kurzgeschichtchen, Romänchen, Chroniken... was auch immer Spass macht.

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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
10-09-2004

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9) Dem stimme ich zu ...

... und ich denke, dass wir im Team wahrscheinlich wesentlich fachspezifischer ausgebildet, logischer argumentierend und kongruenter sind, als HGF selbst es jemals war. Aber gerade darin liegt ja der Spass - waere alles vorgegeben, wo bliebe dann die eigene Kreativitaet ?

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Beitrag von:
DR. ESTER BREADSHAW
. . . . . . . . . . .
10-09-2004

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10) Konzeptokoggen ...

Schön, dass Sie mit meinem Befund konform gehen, Frau Doktor. Verarzten wir ein bisschen HGFs wunderbare Ideen...

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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
10-09-2004

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11) Hervorragende Diagnose...

... verehrter Kollege (nur schreiben sich "Kokken" anders), welches Procedere wuerden sie empfehlen ?

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Beitrag von:
DR. ESTER BREADSHAW
. . . . . . . . . . .
10-09-2004

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12) Ich empfehle ...

...intensives "Dudenwälzen", bevor wir uns langsam zurück zum Thema dieses Threads bewegen. Das könnte helfen, dem Patienten nicht versehentlich einen Blindarm aus dem Gehirn zu schnibbeln...

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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
04-02-2005

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