PARALLELWELTEN • Krieg der Welten • Commander Perkins
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Das berühmteste Hörspiel aller Zeiten

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Aus aktuellem Anlass wenden wir uns endlich einem der einflussreichsten Werke der Science-Fiction-Literatur zu, dem "War of the Worlds" von H. G. Wells: Im Sommer diesen Jahres bringt Steven Spielberg nämlich seine Version des Klassikers auf die Leinwand.
Aber einen seiner spektakulärsten Triumphe feierte der Roman über die gnadenlose Invasion vom Mars nicht als Film, sondern - genau wie bei Commander Perkins - als Hörspielfassung ...

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1) Science-Fiction mit Hintergrund ...
War of the Worlds Achtung, Achtung! Marsbewohner überfallen die Erde in gigantomanischen, dreibeinigen Kriegsmaschinen ...
Hm, auf den ersten Blick besitzt die Story vom "Krieg der Welten" gar nicht so eine Raffinesse wie z.B. der Plot des Wega-Sechteilers. (Ups - Blasphemie?) Aber man darf natürlich keinesfalls ignorieren, dass H. G. Wells einen vollkommen anderen Zeitgeist bediente und desweiteren eine bestimmte gesellschaftspolitische Botschaft verfolgte. Ganz nebenbei prägen seine Bücher "Krieg der Welten" und "Die Zeitmaschine" bis zum heutigen Tag die gesamte Science-Fiction in erstaunlichem Ausmass.
Selbst Commander Perkins kann die Einflüsse vom "Krieg der Welten" nicht verleugnen. Abgesehen von der Bedrohung durch eine militärisch überlegene außerirdische Macht, löst sich der Konflikt am Ende durch das Einwirken unserer kleinsten Mitbewohner - den Viren und Bakterien. Während sie im "Krieg der Welten" die Invasoren direkt infizieren und ins Jenseits befördern, entlastet ihr Mitwirken im Wegakonflikt die Menschheit von einer 4000 Jahre alten Generationsschuld.
Nun ja, als echte Gemeinsamkeit beider Werke scheinen Ausserirdische im Allgemeinen nicht besonders mit Schutzimpfungen zu liebäugeln. – Fehler!


"Er hat sich mit Krankheitskeimen infiziert, gegen die
sein Körper sich nicht wehren konnte."

EUROPA  6) Expedition in die Vergangenheit(Major Hoffmann fasst das Unübersehbare in Worte)


Jede Generation hat wohl ihre eigenen kollektiven Ängste und Science Fiction spiegelt diese oft sehr gut wider. Im Kalten Krieg war die Furcht vor versagender Diplomatie, die ungewollt eine waffengewaltige Eskalation verursachen könnte, ungemein groß. Während H. G. Francis hierzu in den 70ern das kurzsichtige Vorgehen der Militärs und deren politische Sackgassen anprangerte, richtete sich H. G. Wells Ende des letzten Jahrhunderts gegen die Ausbeutung der britischen Kolonialpolitik, indem er die Rollen von Eindringlingen und Ureinwohner vertauschte. Und zwar recht anschaulich!
Aber eine weitere Gemeinsamkeit verbindet den berühmten Roman mit Commander Perkins, denn beide Geschichten erreichten ihr Publikum auch intensivst über dessen Gehörgänge. Und so wie Rainer Holbe Anfang der 80er auf putzige Art und Weise versuchte, Ausschnitte aus den Wega-Hörspielen im Rundfunk als reale > Phänomene < zu verkaufen, wirkte 1938 die Radio-Inszenierung "War of the Worlds" von Orson Welles dermaßen realistisch, dass viele Amerikaner in Panik aus ihren Häusern flohen.


"Ich habe sie gar nicht kommen hören!" –
"Das ist nicht wichtig!"

EUROPA  6) Expedition in die Vergangeheit(Ein schleichender Würdenträger von der Wega)


Die Vermischung von Fiktion und authentisch wirkender Live-Reportage wird bis heute immer wieder gern eingesetzt. Aber die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Hörspiel "Krieg der Welten" sind wohl einmalig in der Geschichte der modernen Medien.
Hier ein Ausschnitt aus der Originalfassung, die Orson Welles an Halloween 1938 weltberühmt machte:
>>> D O N' T P A N I K ! <<< (WAV-File, 750kB, mono)


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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
17-05-2005

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2) Krieg der Hörwelten ... ( fiff.informatik.uni-bremen.de, 2001 )
Wege und Irrwege der Informationstechnik - Am 30. Oktober 1938 wurde von der amerikanischen Rundfunkgesellschaft CBS in der Regie von Orson Welles ein Hörspiel gesendet, das in exemplarischer und extremer Weise die Möglichkeit demonstrierte, mit Hilfe des Radios Realität und Fiktion zu verwischen. Eine Wiederholung des Hörspiels "The War of the Worlds" in den USA im Jahre 1971 führte, wie berichtet wird, erneut zu panikartigen Reaktionen vor allem der Autoradiohörer. Autor Howard Koch über das Zustandekommen des spektakulären amerikanischen Hörspiels:
"Eines Tages wurde mir ein kurzer Roman übergeben - H.G. Wells' Krieg der Welten - mit der Anweisung, ihn in der Form von Nachrichtensendungen zu dramatisieren. Während ich die Geschichte las, die in England spielte und in herkömmlicher Erzählform geschrieben war, wurde mir klar, daß ich praktisch nur die Idee einer Marsmenscheninvasion und die Beschreibung ihres Äußeren und ihrer Maschinen verwenden konnte.
War of the Worlds
... Zwischen neun Uhr abends New Yorker Zeit und der Frühe des nächsten Tages flüchteten Männer, Frauen und Kinder in Dutzenden von Städten im ganzen Land vor Dingen, die nur in ihrer Phantasie existierten. Die Menschen flüchteten blind in alle Richtungen, zu Fuß und in allen möglichen Fahrzeugen. Die Szene in Newark, wie sie mir später beschrieben wurde, war ein vollständiges Chaos."

Illustration von > Meinert Hansen
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Gefunden von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
18-05-2005

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3) Anmerkung ...
Das erinnert mich alles sehr stark an die Romantrilogie von John Christopher "The Tripods". Dort ist die Invasion bereits seit 100 Jahren abgeschlossen und die letzten freien Menschen kaempfen gegen Sklaverei und Unterdrueckung ..
... und siegen am Ende, indem sie die Schwaechen der Dreibeiner auskundschaften und ausnutzen.

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Beitrag von:
POLCOR
. . . . . . . . . . .
20-05-2005

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4) Die dreibeinigen Herrscher ...
Was für ein Zufall! Bin gerade dabei mir sämtliche Staffeln der "Tripods" reinzuziehen. Habe schon im zarten Kindesalter die Bände mit Wonne gelesen. Wusstest Ihr, dass diese Romantrilogie uralt, nämlich von 1967 (!) ist! Waffenmeister: was genau war denn die entscheidende Schwäche der Dreibeiner, die zu ihrem Untergang führte ...?

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Beitrag von:
MIMIZON
. . . . . . . . . . .
20-05-2005

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5) Moin ...
da kommt ja auch in mir die Erinnerung hoch: ich hatte damals die Serie Die Dreibeinigen Herscher gesehen und einige der Bücher von "John Christopher" gelesen. Hierbei war mir aufgefallen, das "Die Wächter" ziemlich stark an die Dreibeinigen Herrscher erinnerte. Die Bücher um die Erlebnisse des "Fürst von Morgen" hatten mich aber fast noch mehr in ihren Bann gezogen.
Ich denkemal das die Fernsehserie "Tripods" mich damals so faziniert hatte, da ich das Musical "War of the Worlds" von Wayne mein eigen nannte. Ich kann mich aber nicht erinnern, wie die Herrscher besiegt wurden (diese Triology hatte ich nicht gelesen und die Serie blieb ja unvollendet).

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Beitrag von:
COMMANDER NOLAN
. . . . . . . . . . .
25-05-2005

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6) Stimmt Nolan ...
"Die Wächter" waren den "Tripods" in der Tat zum Verwechseln ähnlich. So ähnlich, dass man fast schon von einem "Abklatsch" sprechen möchte. Trotzdem habe ich auch diese Serie geliebt. Es handelte sich übrigens um eine deutsche Verfilmung, die Mitte der Achtziger wegen Langeweile (= äußerst geringe Zuschauerzahlen) eingestellt werden musste. Das mag am Buch liegen, das zwar sehr akribisch umgesetzt wurde, jedoch keine übermäßig spannende Handlung bietet. Es gab übrigens noch eine weitere deutsche Christopher - Verfilmung, namens "Leere Welt", die um 1987 gelaufen sein muss. Ich empfand sie damals als ziemlich schaurig und verstörend.

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Beitrag von:
MIMIZON
. . . . . . . . . . .
25-05-2005

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7) Schwaeche der Dreibeiner ...
Zum einen haben die Meister, so liessen sich die Ausserirdischen von ihren Sklaven nennen, eine aeusserst empfindliche Stelle in der Naehe ihrer Mundoeffnung, bei der ein Faustschlag toedlich sein kann, zum anderen vertragen sie kein Alkohol. Er wirkt bereits in geringen Mengen toxisch und fuehrt zu Bewusstlosigkeit und laehmungserscheinungen bis hin zum Tod. Ausserdem koennen sie nur in einer bestimmten Atmosphaere existieren, die fuer uns Menschen giftig ist und umgekehrt.
Ihre allergroesste Schwaeche ist jedoch wie in unzaehligen Geschichten, Filmen, Sagen u. ae. ihre ausserordentliche Selbstueberschaetzung, die sie blind macht fuer die Gefahr, die immer noch von den Menschen, obwohl sie auf einen vorindustriellen Entwicklungsstand zurueckkatapultiert wurden, immer noch ausgeht.
Es kursieren uebrigens Geruechte, dass es wohl ein Kinofilm (evtl. als Trilogie ausgelegt) geben wird. Ein Australier ist derzeit mit dem Projekt betraut (Drehbuch schreiben, Preproduction etc.) so dass 2006 mit den Dreharbeiten begonnen werden soll.
Die Fernsehserei wurde ja leider nur bis zum 2. Roman verfilmt und endet mit einem Cliffhanger. Die 2. Staffel hat wohl zu viel gekostet, wegen der vielen Effekte, die zwar heute leicht albern wirken, aber fuer damalige Verhaeltnisse richtig gut waren und wie ich finde den heutigen Charme der Serie ausmachen. 1988 hat Chistopher ein Prequel zur trilogie geschrieben mit dem Titel "When the Tripods Came", dass man mit etwas gegoogle auch als pdf-Datei finden kann ... Hierin beschreibt er, wie es zur Invasion kam und die Ereignisse die zur Bildung der Widerstandsgruppe in den Alpen fuehrten.

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Beitrag von:
POLCOR
. . . . . . . . . . .
30-05-2005

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8) Wirklich ...?!?
Ist tatsächlich ein Kinofilm geplant? Da muss ich sofort recherchieren! Ein Jammer dass der dritte Band nie verfilmt wurde!!! Habe mich letztes Wochenende mal wieder durch den ganzen Dreiteiler gelesen. Richtig Polcor: Diese Biester haben schlicht "nix vertragen". Unsere Helden stellen in der "Goldenen Stadt" heimlich Alkohol her und träufeln den guten Tropfen in die Wasserversorgung der Meister - eine witzige Idee. Muss Dir auch in den übrigen Punkten zustimmen. Die Selbstüberschätzung der Meister grenzt schon an Hybris. Trotz ihrer Schlauheit sind sie letztlich dumm, weil sie die Menschen nicht mehr ernst nehmen. So sind sie nicht in der Lage das Unheil zu erkennen, dass sich in Gestalt von ein paar Kindern vor ihren Augen zusammenbraut.... Im Film ist vieles aus den Geschichten noch zugespitzt worden: z.B. übernehmen da sogenannte "Cognoscs", eine Art kosmische Superintelligenz das Denken für die Meister. Überhaupt wurden in den Episoden viele Bruchstücke aus den Roma nen detaillierter und spannender ausgeführt.

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Beitrag von:
MIMIZON
. . . . . . . . . . .
31-05-2005

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9) Geburtstag ...
Genau heute vor 70 Jahren, an einem Abend kurz vor Halloween, sendete Orson Welles über den amerikanischen Radiosender CBS eine Musikshow, die von Nachrichten-Eilmeldungen unterbrochen wurde. Angelehnt an den Roman "Krieg der Welten" von H. G. Wells berichtete er darin über die Landung von Marsmenschen in der Nähe von Princeton.
Tja, und der Rest ist ja Mediengeschichte.

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Beitrag von:
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
30-10-2008

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